DBB ZU DIW-STUDIE: FAKTEN STATT VORURTEILE
Aus der aktuellen DIW-Studie über die
Vermögensverteilung in Deutschland den Schluss zu ziehen, dass die Beamten
überversorgt und die wohlhabendste Berufsgruppe überhaupt seien, ist aus Sicht
des dbb beamtenbund und tarifunion faktisch falsch und unseriös. Mehrere
wesentliche Unterschiede bleiben bei einem verkürzten Vergleich der
Durchschnittswerte von Renten- und Pensionsansprüchen unberücksichtigt, erklärte
der dbb am 19. Januar 2010 in Berlin:
dbb-Chef Peter Heesen: „Keinen dieser Faktoren zu
berücksichtigen ist unseriös. Der Vergleich Äpfel mit Eiern schürt neue
Neiddebatten, trägt aber wenig zu einer sachlichen Diskussion über die
Einkommensbedingungen im öffentlichen Dienst bei." Der dbb, so Heesen weiter,
plädiert seit langem für volle Kostentransparenz bei den Pensionsansprüchen und
für ein solides, kapitalgedecktes Versorgungssystem. Heesen: „Die Beamten
verzichten bei jeder Besoldungserhöhung auf 0,2 Prozent, damit die Dienstherren
Versorgungsrücklagen bilden. Dieses Geld einfach in den Globalhaushalten von
Bund und Ländern versickern zu lassen, wäre fahrlässig und würde nicht zur
Zukunftssicherung der berechtigten Pensionsansprüche der Beamtinnen und Beamten
beitragen."