Berlin, den 11. Mai 2010
Zwischen Wahrheit und Dichtung
Der Innensenator hat der DPolG
Berlin schriftlich versichert, keine gesonderten Tarifverhandlungen zum Thema
Arbeitszeit der Angestellten im Polizeibereich geführt zu haben.
Damit
gehören die Schriftstücke einer anderen Gewerkschaft über angebliche
Tarifverhandlungen und ein abschlussreifes Ergebnis in den Bereich der Dichtung.
Über die Arbeitszeit wird auf politischer Ebene unter Beteiligung der
dbb tarifunion und der DPolG Berlin noch
verhandelt und entschieden. Dabei legt unser Tarifbeauftragter Boris Biedermann
besonders großen Wert auf schonungslose Offenheit bei den Folgen der
diskutierten Wochenarbeitszeiterhöhung.
Wir werden unsere Mitglieder
selbstverständlich sofort befragen, wenn es dazu klare Bilder gibt. Mit
zukünftig wesentlich weniger Freischichten im Jahr sind die gesundheitlichen
Folgen eines neu vorgeschlagenen 12-Stunden Wechseldienstes aus Sicht der
DPolG jedenfalls nicht auszugleichen!
Außerdem dürfte
eines völlig klar sein:
Wenn im Arbeitnehmerbereich für den 12-Stundendienst
neue Arbeitszeitregelungen vereinbart werden, ist die entsprechende Neuregelung
im Beamtenbereich nicht weit. Der aktuell kursierende Vorschlag ist bis dahin
ein Papiertiger, der zuerst Arbeitgeberinteressen folgt.
Bodo Pfalzgraf